
Zölle haben das Zeitalter von Trump 2.0 geprägt und ihre Auswirkungen auf die vielfältige Rohstofflandschaft könnten die Portfolios der Anleger noch jahrelang erschüttern.
Der Präsident verhängte rasch Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Kanada und Mexiko sowie eine Abgabe von 10 Prozent auf Importe aus China und nannte Faktoren wie illegale Einwanderung und Drogenhandel als Auslöser dieser Maßnahme.
Kanada und Mexiko kündigten Vergeltungsmaßnahmen an, während China andeutete, die Abgaben bei der Welthandelsorganisation anzufechten und weitere Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diese Verschlechterung der Handelsbeziehungen deutet auf einen möglicherweise langwierigen Handelskrieg hin, der die Inflationsraten in die Höhe treiben könnte.
Die Tarife haben
Zölle sind seit langem ein zentraler Bestandteil von Trumps Wirtschaftsstrategie und die Maßnahmen spielten auch im Wahlkampf des Präsidenten eine wichtige Rolle.
Während Trump offen die Gründe für die Zölle darlegte, die auf illegale Einwanderung und den Zustrom von Fentanyl in die USA zurückzuführen seien, hat er auch
Obwohl Zölle nicht immer zu einem Abschwung an den Aktienmärkten führen und Trumps Einsatz von Zöllen während seiner ersten Amtszeit keine anhaltende Panik auslöste, wurden die Anleger von der Taktik des Präsidenten überrascht, da sie mit einem gemäßigteren Vorgehen gerechnet hatten.
Angesichts der Tatsache, dass Trump sich bei der Wahl haushoch die Mehrheit der Republikaner im Senat, im Repräsentantenhaus und im Kongress gesichert hat, scheint der Präsident nun entschlossener zu sein, seine Versprechen oder Drohungen wahr zu machen, als in seiner vorherigen Amtszeit.
Die relative Stärke des S&P 500 scheint Trump auch mehr Selbstvertrauen gegeben zu haben,
Selbst in einem Umfeld, in dem die Durchsetzung der angekündigten umfassenden Zölle alles andere als sicher ist, hat schon die bloße Androhung von Abgaben die Rohstoffmärkte verunsichert.
Daten zeigen, dass Händler an der COMEX die Preise vor den Zöllen festgeschrieben haben, während Skepsis ein allgemeineres Gefühl der Stabilität vermittelt. Die LME, die mit physischen Lieferungen operiert, hat jedoch eine
Wird dieser Trend der Unsicherheit den Rohstoffhandel unter Trump 2.0 dauerhaft prägen? Es scheint, dass viele verschiedene Rohstoffe in den kommenden Monaten und Jahren von Zöllen betroffen sein könnten.
Der beste Ansatzpunkt scheinen Metalle zu sein. Trumps Versprechen, ab dem 12. März ausnahmslos 25 % Zoll auf Aluminium und Stahl zu erheben, lässt auf den Metallmärkten große Volatilität erwarten.
Da Kanada im Jahr 2024 für 50 Prozent der in die USA importierten Aluminiumimporte verantwortlich sein wird, wird Trumps Entscheidung, Zölle einzuführen, um die heimische Produktion anzukurbeln, zunächst erhebliche Belastungen mit sich bringen, die wahrscheinlich zu einer Preisinflation führen werden.
Kanada hat außerdem angekündigt, auf die Zölle zu reagieren, was zu weiteren Auseinandersetzungen in einem möglicherweise langwierigen Handelskrieg führen könnte.
Glücklicherweise können wir in der Vergangenheit nach Indikatoren suchen, die die Entwicklung der Stahl- und Aluminiumpreise belegen. Als Trump während seiner ersten Amtszeit als Präsident 2018 Zölle von 25 % auf Stahl und 15 % auf Aluminium ankündigte, stieg die Preisvolatilität.
Die Zölle erhöhten den Durchschnittspreis für Stahl und Aluminium in den USA um
Bei anderen Rohstoffen zeigten sich die Analysten unsicher.
Die Analysten kamen zu dem Schluss, dass Zölle im Allgemeinen eine schlechte Nachricht für den Ölmarkt seien, da sie die Nachfrage dämpfen und den Wert des US-Dollars steigern würden, was den Handel zusätzlich erschwere.
Auch CITI-Analysten vermuteten, dass Edelmetalle wie Gold und Silber als sicherer Hafen gegen Marktunsicherheit an Wert gewinnen könnten. Sie kamen jedoch zu dem Schluss, dass die Aussichten für Kupfer insgesamt pessimistischer seien.
Aufgrund der Unberechenbarkeit von Trump dürften Investitionen in Rohstoffe volatiler sein als Investitionen in traditionellere Wertpapiere, insbesondere wenn eine Hebelwirkung im Spiel ist.
Der Wert von Rohstoffderivaten könnte auch beeinflusst werden durch
Zölle könnten die weitverbreitete Unsicherheit im Rohstoffsektor noch verstärken und so die Aussichten auf kurz- und langfristige Investitionsmöglichkeiten beunruhigen, könnten aber auch Händlern, die hoffen, in Zukunft schnell auf die Volatilität reagieren zu können, etwas Freude bescheren.
Mit dem richtigen Zugang zu einem erstklassigen Dienstleister können institutionelle Anleger Handelsmöglichkeiten mit geringer Latenz zu ihrem Vorteil nutzen und Zölle als zusätzlichen Anreiz für Handelsvolatilität einsetzen.
Es wurde viel über die Auswirkungen der Zölle gesprochen, aber es ist wichtig zu beachten, dass ein möglicher Handelskrieg weit entfernt von einem Black-Swan-Ereignis wie der Finanzkrise 2008 oder dem COVID-Crash ist. Vielmehr dürften die Folgen der Zölle eher ein Zeichen für einen vielschichtigen, langfristigen wirtschaftlichen Wandel sein.
Institutionelle Anleger können von den Zöllen profitieren, indem sie ihre Portfolios frühzeitig anpassen und Analysen nutzen, um sich einen umfassenderen Überblick über die sich verändernde Marktstimmung zu verschaffen.
Was die komplizierte Welt der Rohstoffe betrifft, können Zölle die kurzfristigen Aussichten für eine Reihe verschiedener Metalle, Brennstoffe und Agrarrohstoffe durcheinanderbringen. Und es kann einige bedeutende Chancen geben, die Unsicherheiten von Trumps Maßnahmen proaktiv zu nutzen.